
Kaiserwerth Diakonie Krankenhaus Palliativstation
In der neue Palliativstation des Kaiserswerthers Diakonie Krankenhaus wurde von Gierse Architekten ein neues Raumkonzept umgesetzt.
Raum, der unterstützt: Healing Architecture für die Palliativstation der Kaiserswerther Diakonie
Für die neue Palliativstation der Kaiserswerther Diakonie wurde ein Raumkonzept umgesetzt, das medizinische Funktionalität mit einer bewusst ruhigen und wohnlichen Umgebung verbindet. Ziel der Planung war es, eine Atmosphäre zu schaffen, die den besonderen Anforderungen der palliativen Versorgung gerecht wird und gleichzeitig Orientierung, Sicherheit und Würde für die Patientinnen und Patienten bietet.
Die architektonische Planung durch Gierse Architekten orientiert sich dabei an Prinzipien der Healing Architecture – einem Planungsansatz, bei dem die gebaute Umgebung aktiv zur Unterstützung von Wohlbefinden, Orientierung und emotionaler Stabilität beiträgt. Klare Linien, warme Materialien und eine reduzierte Formensprache schaffen eine ruhige Raumatmosphäre und vermeiden bewusst den technisch überladenen Eindruck klassischer Krankenhauszimmer.
Klare Struktur für Orientierung und Sicherheit
Ein wesentliches Element der Raumgestaltung ist die klare und logisch aufgebaute Struktur der Patientenzimmer. Die eindeutige Anordnung der Funktionen – Bettbereich, Aufenthaltszone und Arbeitsbereich für das Pflegepersonal – erleichtert die Orientierung im Raum. Gerade für geschwächte oder stark belastete Patientinnen und Patienten ist eine intuitive Raumstruktur ein entscheidender Faktor für Sicherheit und Selbstständigkeit.
Gleichzeitig sorgt diese klare Organisation für ein modernes, strukturiertes Arbeitsumfeld für das Pflegepersonal, in dem medizinische Anschlüsse, Technik und Arbeitsflächen logisch positioniert und schnell erreichbar sind.
Hochwertige Medizinische Versorgungseinheit
Ein zentraler Bestandteil der Zimmerausstattung ist die Medizinische Versorgungseinheit Q100 integrativ vitra, die funktionale Medizintechnik in die architektonische Gestaltung integriert. Die Versorgungseinheit bündelt sämtliche notwendigen Anschlüsse für Strom, Kommunikation und medizinische Gase und fügt sich zugleich harmonisch in die Wandgestaltung ein.
Ein prägendes Gestaltungsmerkmal der eingesetzten Ausführung ist der Aluminium-Zierstreifen, der der Einheit eine klare, hochwertige Linienführung verleiht. Ergänzt wird dieses Element durch zwei unterschiedliche HPL-Oberflächen, deren Kombination bewusst gewählt wurde, um eine warme und zugleich moderne Materialwirkung zu erzeugen. Neben der gestalterischen Qualität bieten die Oberflächen eine hohe Widerstandsfähigkeit sowie hygienische Vorteile im täglichen Klinikbetrieb.
Funktionalität und Atmosphäre im Gleichgewicht
Durch die Integration der technischen Infrastruktur in die Versorgungseinheit bleibt der Raum übersichtlich und reduziert. Diese Gestaltung unterstützt nicht nur die Orientierung der Patientinnen und Patienten, sondern schafft auch eine ruhige, wohnliche Atmosphäre, die für den sensiblen Bereich der Palliativmedizin von besonderer Bedeutung ist.
Die Verbindung aus klarer Architektur, hochwertigen Materialien und durchdachter Medizintechnik zeigt exemplarisch, wie sich moderne Krankenhausplanung an den Bedürfnissen von Patienten und Personal gleichermaßen orientieren kann.
Das Ergebnis ist eine Umgebung, die medizinische Qualität, funktionale Effizienz und menschliche Atmosphäre miteinander verbindet – und damit einen wichtigen Beitrag zu einer würdevollen und unterstützenden Versorgung auf der Palliativstation der Kaiserswerther Diakonie leistet.



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Urheberrechte
Architektur: Gierse Architekten
Fotos: Gierse Architekten
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